Badia a Passignano

Das von Zypressen umrahme Kloster Badia a Passignano liegt weithin sichtbar zwischen den Weinbergen des Chianti Classico, etwa 20 km südlich von Florenz. 1049 übernahm der Vallombrosaner-Orden, ein reformierter Zweig der Benediktiner, die Abtei und entwickelte sie zu einer der bedeutsamsten ganz Italiens. Heute ist Badia a Passignano auch als renommiertes Weingut der Familie Antinori bekannt. Der in der Umgebung des Klosters angebaute Wein wird noch immer in den Kellern des Klosters gelagert.

Entdecke das Kloster Badia a Passignano

Die Lage

Die Klosteranlage liegt inmitten der toskanischen Hügellandschaft umgeben von den Weinbergen der Familie Antinori. Man erreicht das etwas abseits gelegene Kloster von Sambuca Val di Pesa über eine teilweise sehr enge gewundene Straße. Die heutige Bausubstanz stammt im Wesentlichen aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Dabei ähnelt die äußere Ansicht der Anlage nach Umbauten im 19. Jahrhundert eher einer mittelalterlichen Burg.

Der Vorplatz

Über eine von schmalen Zypressen gesäumte Auffahrt gelangt der Besucher in einen Hof, von dem Zugänge in die Klosterapotheke, in den Klostergarten und die Klosterkirche führen. Deren schlichte Fassade wird von einer Statue des Erzengels Michael, des Patrons der Kirche, bekrönt. Auf dem Vorplatz beginnen auch die Klosterführungen, die nach vorheriger Reservierung (siehe Klosterwebsite https://www.badiapassignano.it/orari-e-visite/) möglich sind.

Die Klosterkirche San Michele Arcangelo

Die nach dem Erzengel Michael benannten Abteikirche wurde ab 1266 erbaut und ist besonders bekannt für ihre reiche künstlerische Ausstattung. Besonders sehenswert ist der hölzerne Lettner von 1549 sowie das Chorgestühl mit griechischen und hebräischen Inschriften. Außerdem befinden sich am Grab des Heiligen Giovanni Gualberto wertvolle Fresken-Zyklen von Alessandro Allori. In der Kapelle San Sebastian e San‘Atto kann man Gemälde und Fresken des Malers Benedetto Veli bestaunen.

Die Klausur

Von der Klosterkirche gelangt man direkt in die Klausur. Hier befindet sich unter anderem die seit dem 18. Jahrhundert unverändert erhaltene Klosterküche und das mit dem berühmten Abendmahl von Domenico Ghirlandio (1476) ausgeschmückte Refektorium. Das Fresko, das in den Rechnungsbüchern des Klosters dokumentiert ist, wurde von dem damals 27-jährigen Florentiner Künstler mit Hilfe seines Bruders David nach der für die damalige Zeit typischen florentinischen Art der Gestaltung der Abendmahle angefertigt.

Der Kreuzgang

Der Kreuzgang bildet den Dreh- und Angelpunkt des Klosterkomplexes. Hier zeigt sich ein großartiges Beispiel für die Klosterarchitektur des 15. Jahrhunderts.

Der Klostergarten

Am Kreuzgang befindet sich auch ein Ausgang zum Klostergarten. Hinter den massiven Klostermauern verbirgt sich ein gepflegter Barockgarten im italienischen Stil mit geometrisch angelegten Buchsbaumhecken, Zitrusbäumen und einem Brunnen. Vom Garten aus bieten sich Klosteransichten die den Charakter einer mittelalterlichen Burg unterstreichen.

Die Lage